Gods and Dogs

Sa 25. November 2017 19:00 - Opernhaus Zürich

Drei Meisterwerke zeitgenössischen Tanzes

Drei Meisterwerke zeitgenössischen Tanzes vereint dieser Abend mit Werken von William Forsythe, Jiří Kylián und Ohad Naharin. Alle drei Stücke haben Ballettgeschichte geschrieben.

William Forsythes In the Middle, Somewhat Elevated gilt als seine erfolgreichste Choreografie, finden sich doch hier zum ersten Mal alle Elemente seiner choreografischen Ästhetik vereint. Das für das Ballett der Pariser Oper entstandene Stück lebt von der ungeheuren Dynamik zwischen Verlangsamung und Beschleunigung. Angespannt-kompakte Körper stemmen ihr Gewicht gegeneinander und lassen beim Ringen um die Balance explosionsartige Entladungen entstehen. Unterstützt von Thom Willems’ elektronischer Musik, verteilt sich die Körperenergie zentrifugal im Raum, während die klassische harmonische Linienführung in neue Dimensionen ausgreift und Altvertrautes plötzlich fremd und neuartig erscheint.

Gods and Dogs choreografierte Jiří Kylián für das Nederlands Dans Theater, das er als langjähriger Direktor entscheidend geprägt hat. In seiner hundertsten Kreation für die renommierte Compagnie, einem dunkel-geheimnisvollen Kammerballett für vier Paare, reflektiert Kylián die Grenzen zwischen Normalität und Wahnsinn und hinterfragt die Normen solcher Zuschreibungen. Das Stück, dessen bildhafter Titel auf eine rätselhafte Doppelfigur aus dem Reich der Pharaonen verweist, fasziniert mit Kyliáns sinnlich-poetischer Tanzsprache und seinem untrüglichen Gespür für Musikalität.

Ohad Naharin – seit über 25 Jahren Chef der israelischen Batsheva Dance Company – gelang mit seinem Stück Minus 16 eine temperamentvoll­ swingende Feier von Tanzlust und Lebensfreude, in der sich das Ballettensemble zu einem überraschenden Musikmix mit Humor, wild überschäumender Bewegungsfreude und akrobatischer Kühnheit präsentiert. (Text von Opernhaus Zürich)


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